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EU-Förderprogramm EE Drucken E-Mail
Oktober 2005: Europäisches Parlament will bis zum 2020 ein Viertel des Energiebedarfs mit Erneuerbaren Energien (EE) decken. Deutschland und Spanien (s. unten) werden mit ihren Fördermodellen (z.B. EEG) als Vorreiter anerkannt !
Das Europäische Parlament hält es für realistisch, den Anteil regenerativer Energien an der Energieversorgung bis zum Jahr 2020 auf 25 Prozent zu erhöhen. Das sind 5 Prozentpunkte mehr als das bisherige Ziel des Parlaments vorgibt. „Neue Studien kommen zu dem Ergebnis, dass eine Zielvorgabe von mindestens 25 Prozent realisierbar ist, wenn bessere Rahmenbedingungen für erneuerbare Energieträger und Energieeffizienz gegeben sind“, heißt es in einer Entschließung, die das EU-Parlament heute verabschiedet hat. Der Erfolg Erneuerbarer Energien sei nicht nur notwendig, um die klimapolitischen Ziele der EU zu erreichen, sondern auch, um die Export- und Innovationsfähigkeit der europäischen Wirtschaft sicherzustellen sowie um Arbeitsplätze zu schaffen, stellt das Parlament fest. Mit Nachdruck weist es zudem darauf hin, dass Erneuerbare Energien die Abhängigkeit Europas von Energieeinfuhren verringern und damit politische und wirtschaftliche Risiken eindämmen.

Um den Erneuerbaren Energien weiter zum Erfolg zu verhelfen, setzt das Parlament auf die Förderung von 21 verschiedenen Technologien. Besondere Bedeutung könne neben der schon jetzt sehr erfolgreichen Windenergie die Bioenergie bekommen. Unter der Überschrift „Biomasse - der schlafende Riese unter den erneuerbaren Energieträgern“ heißt es in der Entschließung, dass die Bioenergie ihrer zahlreichen Vorzüge wegen besonders unterstützt werden müsse. So solle beispielsweise die Europäische Kommission die Mineralölkonzerne verpflichten, dem Benzin Bioethanol beizumischen und dessen Anteil am Kraftstoff schrittweise zu erhöhen. Verbessert werden soll nach dem Willen des Parlamentes auch die Entwicklung neuer Technologien zur Nutzung Erneuerbarer Energien - beispielweise Kraftwerke, die von Wellen oder Meeresströmungen angetrieben werden.

Die Parlamentarier drängen deshalb darauf, im 7. Forschungsrahmenprogramm der EU 300 Millionen Euro jährlich für die Erneuerbare-Energie-Forschung bereitzustellen. In der Entschließung stellt das Parlament namentlich Deutschland und Spanien gute Noten bei der Einführung Erneuerbarer Energien aus. Diese Mitglieder haben „einen geeigneten politischen Rahmen für die Erfüllung ihrer nationalen Zielvorgaben geschaffen“, heißt es. Damit beziehen sich die Parlamentarier auf Fördermodelle, die einen Mindestpreis für Strom aus Erneuerbaren Energien vorschreiben, etwa das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz. Auch bei einer europaweit harmonisierten Förderung der Erneuerbaren Energien könnten solche Einspeiseregelungen sinnvoll sein, um allen Technologien zum Erfolg zu verhelfen.

Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien 2005
 

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