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Zukunft Windenergie Drucken E-Mail
Windenergie ist Umweltschutz! Die vermiedenen Schadstoffemissionen helfen nicht nur, die internationalen Klimaschutzziele zu erreichen. Sie tragen vor allem dazu bei, dass Mensch, Tier und Natur in einer gesünderen Umwelt zusammen (über)leben können. Zudem ist die Windkraftindustrie in Deutschland ein "Jobmotor" und weltweiter Technologieführer.

Die Industrienationen der Welt stehen unter Handlungsdruck: Ihre Wirtschaft fußt auf der Energiegewinnung aus den fossilen Rohstoffen Öl, Kohle, Gas und Uran. Doch die sind prinzipiell endlich und werden in absehbarer Zeit erschöpft sein. Zudem zeichnet sich ab, dass das Ökosystem Erde die Belastungen, die von der Verbrennung fossiler Energieträger ausgehen, nicht mehr lange verkraften kann. Bereits heute spüren wir die Auswirkungen der Klimaerwärmung, häufen sich Katastrophen wie Orkane und Überschwemmungen. Die Energiewende, eine stärkere Nutzung der regenerativen Energieformen aus Sonne, Wind, Wasser, Biogas und Geothermie, ist somit unabdingbar. Windenergie leistet inzwischen einen beträchtlichen Anteil an der Stromversorgung. In Deutschland sind es knapp sechs Prozent des Nettostromverbrauchs. Durch die Nutzung des Windes konnten hier allein im Jahr 2004 über 20 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Dies bedeutet eine erhebliche Entlastung der Umwelt und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Deutschland wird somit seiner globalen Verantwortung gerecht.

Der Mensch im Mittelpunkt
 

"Windenergie finde ich ok, aber bitte nicht bei mir!" NIMBYs nennt man solche Leute: Not in my Backyard! Das ist die typische Haltung diverser Bürgerinitiativen gegen die Windkraft. Und hier liegt auch schon das ganze Dilemma: Der große Nutzen der Windenergie für den Klimaschutz wird überhaupt nicht bestritten. So mancher befürchtet allerdings, dass der "Riesenspargel" die heimische Landschaft verschandelt, eine erhebliche Lärmbelästigung mit sich bringt und eine Gefahr für die ansässige Vogelwelt darstellt. Globaler Klimaschutz also im Konflikt mit regionalem Umwelt- und Naturschutz? Moderne Windmühlen bleiben trotz ihres ökologischen Wertes bauliche Eingriffe in die Natur. Irritationen lassen sich somit nicht völlig vermeiden, sie können durch eine sorgfältige Planung und Standortwahl jedoch minimiert werden. Dies gilt für den Landschaftsschutz ebenso wie für den Schutz von Vögeln und Wildtieren. Die fortschreitende technische Innovation, sei es die Verwendung von matten, nicht reflektierenden Farben oder schalltechnisch optimierte Rotorblattformen, sorgt zudem dafür, dass bei neueren Anlagen Störungen des menschlichen Umfeldes inzwischen kaum mehr vorkommen. Kein vielzitierter Vogelschlag, kein gesundheitsschädigender Infraschall oder Discoeffekt - die Beeinträchtigungen von Umwelt und Natur durch die Nutzung der Windenergie sind im Vergleich zur Energiegewinnung aus fossilen Rohstoffen marginal. Warum also dieser konstruierte Gegensatz? Eines sollte klar sein: Globaler Umwelt- und Klimaschutz ist die Voraussetzung für den Erhalt lokaler Biotope und Arten. Wer versucht, beides gegeneinander auszuspielen, tut der Natur keinen Gefallen.

Ein Plädoyer für Sachlichkeit - die Studiendichte nimmt weiter zu. Kein „Vogelschlag“, kaum Meideverhalten – dies sind zusammengefasst die Ergebnisse langjähriger Studien zum Thema Windenergie und Artenschutz. Zahlreiche Ornithologen untersuchten das Vorkommen von Rast-, Brut- und Zugvögeln in der Nähe von Windenergie-Anlagen und stellten fest, dass sich nur wenige Arten auf Dauer in ihrem Verhalten beeinflusst zeigten. Der von Windkraftkritikern oftmals ins Feld geführte „Vogelschlag“ konnte vollends zurückgewiesen werden. So waren vereinzelte Häufungen von Todfunden allein bei Standorten auf Bergrücken – in Deutschland äußerst selten – oder nahe großer Gewässer zu beobachten. Der BUND rechnet bundesweit mit durchschnittlich 0,5 toten Vögeln pro Anlage und Jahr.

100%ige Versorgung: Erneuerbare Energien im Zusammenspiel

Der Wind ist ein launischer Geselle, Flauten kennen nicht nur Segler. Trotz dieser Schwankungen wird eine gesicherte Stromproduktion immer ins Netz eingespeist. Diese "gesicherte Leistung" ersetzt konventionelle Kraftwerkskapazitäten. Das Bundesumweltministerium geht davon aus, dass die Windenergie bis 2030 einen Anteil von 25% an der Stromversorgung haben kann, 15% alleine durch Windenergieanlagen auf dem Meer offshore. Eine 100%ige Versorgung mit erneuerbaren Energien ist jedoch nur möglich, wenn Wasser-, Solar-, Wind- und Bioenergieanlagen im Verbund gefahren werden. Alle zusammen können problemlos den bundesdeutschen Strombedarf sicherstellen. Die notwendige Regelleistung wird in einer nachhaltigen Energieversorgung von anderen erneuerbaren Energien bereitgestellt.
 

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