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Photovoltaik
Die 12 Halbwahrheiten
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Natürlich ist die Photovoltaik alleine kein "Allheilmittel"
unseres globalen Eneergieproblems, aber ihre Leistungsfähigkeit wächst
ständig und sie wird in naher Zukunft einen globalen wichtigen Beitrag
zur unabhängigen und klimafreundlichen Energieversorgung in
Zusammenhang mit den anderen erneuerbaren Energien beitragen. Ganz nach dem Motto: "Die Zukunft ist sonnig!" Die 12 Halbwahrheiten zur heimischen Solarstrom-Nutzung 1. Die Photovoltaik (PV) ist noch zu wenig erforscht. Stimmt nicht! Die PV ist schon sehr gut erforscht. Schließlich wird sie bereits seit 1958 zur Energieversorgung von Satelliten eingesetzt. Die technische Leistungsfähigkeit ist gut, doch der Preis ist noch zu hoch. Nur durch eine politisch unterstützte aktive Markteinführung wird die PV konkurrenzfähig werden. Die Stichworte hierfür lauten: Kaufanreiz durch kostendeckende Einspeisevergütung, Massennachfrage, Massenproduktion, Marktreife. 2. Der Flächenbedarf ist zu hoch. Es ist nicht notwendig, für die Photovoltaik große zusammenhängende Flächen bereit zu stellen. Der Vorteil der Photovoltaik liegt in der Möglichkeit der Dezentralisierung. Dachflächen, Häuserfronten, Lärmschutzwände, Überdachungen von Verkehrswegen usw. können genutzt werden. Hier gibt es keine Flächenprobleme. 3. Solaranlagen leisten weniger als ein Kernkraftwerk. Ihre Leistung reicht nicht für Großverbraucher Bei einer dezentralen Stromversorgung wird die Vielzahl der Solaranlagen die erforderliche Leistung bringen. Sonnenenergie kann dezentral "geerntet", über das Strom-Verbundnetz gesammelt und dann zentral in ausreichender Leistung angeboten werden. 4. Nur in südlichen Ländern scheint die Sonne genug. Zur Stromversorgung in äquatornahen Ländern wäre die Photovoltaik die ideale Technik - wenn sie nicht noch so teuer wäre. Doch dort fehlt das Kapital, um die PV zur Marktreife zu bringen. Eine Markteinführung durch Massenproduktion und Massenanwendung ist in den kapitalkräftigen Industrieländern aussichtsreicher. Die Solarernte in Mitteleuropa beträgt immerhin 50% dessen, was in Äquatornähe möglich ist, und nutzbare Flächen mit Stromanschluss gibt es auf jedem Hausdach. Später, nach Erreichen der Marktreife, wird Solarstrom sowohl im Süden als auch bei uns genutzt werden. 5. Der Energieaufwand für die Herstellung ist zu hoch. Das war einmal! Nach einer Studie der Forschungsstelle der Energiewirtschaft liefern Solaranlagen sogar in Mitteleuropa das 7-fache der aufgewendeten Herstellungsenergie - einschließlich der Energie für die Herstellung der Systemkomponenten - zurück 6. Hohe Umweltbelastung durch Chlorchemie und Entsorgungsprobleme Solarzellen bestehen aus Silizium, dem zweithäufigsten Element der Erdoberfläche. Unter anderem wird auch Chlor bei der Herstellung verwendet. Das fertige Endprodukt, die Solarzelle, enthält jedoch (anders als bei PVC) keine Chlorverbindungen. Eine spezielle Entsorgung ist deshalb nicht erforderlich. 7. Nur bei Sonne nutzbar, im Winter sinnlos. Wir streben einen Mix aus allen erneuerbaren Energien an - Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft sowie Biomasse. Sonne liefert Energie vorwiegend im Sommer, Wind im Winterhalbjahr. Biomasse ist speicherbar. Sie kann deshalb Zeiten ohne Wind und Sonne überbrücken. 8. Solarstrom ist für die Elektrizitätswirtschaft wertlos, weil er dann anfällt, wenn er nicht gebraucht wird. Im Gegenteil! Gerade tagsüber besteht im Stromnetz hoher Bedarf (Hochtarifzeit). Solarstrom, der ins Stromnetz eingespeist wird, trägt zur Deckung der Lastspitzen in der Mittagszeit bei. Strom zu Zeiten hohen Verbrauchs ist für die Stadtwerke sogar extrem teuer. 9. Photovoltaik kann kein konventionelles Kraftwerk ersetzen Der Vorwurf geht an der Sache vorbei. Zunächst kommt es nicht darauf an, Kohlekraftwerke zu ersetzen, sondern ihren CO2-Ausstoß zu verringern. Jede kWh Solarstrom, die ins Netz eingespeist wird, spart ca. 1 kg CO2 ein. 10. Energiesparen zur CO2-Verringerung ist billiger. Deshalb sollte man zunächst alle Energiesparmöglichkeiten nutzen, bevor man die Photovoltaik einsetzt. Zugegeben, Einsparung von Energie ist technisch einfacher und zumeist auch billiger als die Bereitstellung von elektrischer Energie. Doch kann man auf elektrische Energie nicht gänzlich verzichten. Deshalb müssen Energiesparen und Bereitstellung CO2-freier Energien gleichzeitig erfolgen. Auf Photovoltaik kann besonders im Hinblick auf den wachsenden Energiebedarf der Entwicklungsländer nicht verzichtet werden. Damit dort nicht erst nach westlichem Beispiel eine Energieversorgung auf Basis fossiler Energieträger ausgebaut wird und sich verfestigt, muss die Markteinführung der Photovoltaik rasch erfolgen. Dies kann nur bei uns geschehen! 11. Kernenergie löst das CO2-Problem besser. Wenn auch nur 50 % des Weltenergiebedarfs mit Atomenergie gedeckt werden sollte, müssten weltweit Tausende von zusätzlichen Atomkraftwerken gebaut werden - auch in Ländern mit ungenügender Infrastruktur und ungenügend ausgebildetem Bedienpersonal. Dies ist im Hinblick auf das Restrisiko und die ungelöste Endlagerung nicht zu verantworten. 12. Mit Ihrer Begeisterung für die Solarenergie stehen Sie ziemlich alleine da! Die Elektrizitätswirtschaft betrachtet Solarstrom als unerwünschte Konkurrenz. Doch die Mehrheit der Bevölkerung wünscht es sich anders: "Nach den Idealvorstellungen der Bevölkerung sollen die Sonnen-, Wind- und Wasserenergie eine zentrale Rolle in der Energieversorgung der nächsten zwei, drei Jahrzehnte spielen. 63 % der Bevölkerung rechnen die Sonnenenergie, 52 % die Windenergie und 49 % die Wasserkraft zu den Säulen einer idealen Energieversorgung. Alle anderen Energien erreichen deutlich weniger als 50 %." Dieses Meinungsbild vertritt auch das Ingenieurbüro für bau + energiekonzepte und erlaubt sich nebenstehenden Quellverweis: Quelle: Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) Interessenvertretung der privaten Solarstromerzeuger (www.sfv.de) |


