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Wohnstress Drucken E-Mail
Vermeidbare Schadstoffbelastungen und die damit zusammenhängenden gebäudebedingten Erkrankungen steigen seit Jahren kontinuierlich an und führen zu Erkrankungen die auch mit dem Wohnunfeld zusammenhängen können! Diese Entwicklung wird auch als "Wohnstress" bezeichnet.

Immer mehr Menschen leiden an Krankheiten, die man nicht unbedingt sofort dem Wohnumfeld zuordnet. Wohnstress durch erhöhte Innenraumbelastungen können zu gebäudebedingten Krankheiten führen. Mögliche Ursachen sind:

  • Erbanlagen
  • (Wohn-)Umwelt: Wasser, Luft, Nahrung
  • biologisch (Schimmel, Keime, Sporen … )
  • chemisch (Formaldehyd, Biozide, Abgase… )
  • physikalisch (Elektrosmog, Strahlung, Lärm … )
  • Raumklima (Temperatur, Feuchte, Zug … )
  • Infektionen
  • Stress
  • Konsumgifte
  • Bewegungsmangel
  • Psyche
  • Zähne
  • falsche Ernährung

Der Bauberater kdR ist geschult, die Ursachenkette der verschiedenen Erkrankungen in Abhängigkeit von Umwelteinflüssen und Gefahrstoffen zu erkennen - zu sanieren und Strategien zu entwickeln diese zukünftig zu vermeiden.   

Hier ein aktuelles Beispiel aus der Region (Auszug aus der Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 03.08.05):
 
Schulden und kein Dach über dem Kopf

fk "In Schweskau musste ein Haus wegen der vergifteten Innenluft abgerissen werden - Solidarische Nachbarn helfen. Aus der kahlen Bodenplatte eines Hauses in Schweskau ragen die Anschlüsse von Wasser und Abwasser. Auf der blank gefegten Fläche erhebt sich einzig der Schornstein, von Streben und Seilen gestützt. Nicht mal eine Spur haben die Mauern des Hauses hinterlassen, das hier einmal stand. Das Haus gibt es nicht mehr. Was blieb, ist allein ein Keller. Dabei sollte es das Zuhause von Nicole und Mathias Brünicke mit ihren drei kleinen Kindern sein. Dafür hatten die beiden vor knapp zwei Jahren ihr Geld zusammengekratzt und in dieses Familiennest gesteckt. Das Haus kannten sie. Es stand dort schon seit 20 Jahren, und sie wohnten in der Umgebung. Es schien der erfüllbare Traum zu sein. Fast wäre daraus eine Tragödie geworden. Aber in Schweskau wurde daraus eine Geschichte von Nachbarschaft und Solidarität. Die Brünickes hatten kaum ihr neu gekauftes Haus bezogen, als die Kinder erkrankten. Dauerschnupfen erst, später Hautreizungen, Fieber. Zuerst tippte auch die Kinderärztin auf normale Kinderkrankheiten. Doch dann fiel Nicole Brünicke auf, dass es den Kindern immer dann besser ging, wenn sie mal ein paar Tage nicht zu Hause waren. Schließlich zog sie mit den Kindern zeitweilig in ein Zelt im Garten. Die Brünickes begannen nach Hilfe zu suchen. Sie liefen von Amt zu Amt, von Beratung zu Beratung. Aber weder Gesundheitsamt noch Industrie- und Handelskammer waren bereit, die Anzeichen zu deuten und eine Untersuchung des Hauses in die Wege zu leiten, erzählt Nicole Brünicke ihre Erfahrungen mit jenen, die sich gern als die Veranwortlichen bezeichnen. In dem Fertighaus einer großen Versandfirma fand sich eine doppelt so hohe Konzentration von Formaldehyd, die als gesundheitsschädlich angesehen wird. Für Erwachsene werden 60 Mikrogramm je Kubikmeter Raumluft als Grenzwert angesehen, fand die besorgte Mutter im Internet. Für Kinder gar nur 25 Mikrogramm. In ihrem Wohnhaus lagen die Werte bei 140 Mikrogramm im Maximum. Die Vorbesitzer wussten davon nichts, glauben die Brünickes. Das Haus war ein einfaches Holzrahmenhaus aus den Anfängen dieser Bauweise. Bei dem Labor, das die Proben untersuchte, waren die Belastungen dieses Haustyps und Herstellers bekannt. Warnungen gab es dennoch nicht. Schon die Belastung mit Formaldehyd, das den Spanplatten der Wände entwich, hätte eine teuere Sanierung bedeutet. Aber eine weitere Untersuchung brachte zusätzliche Hiobsbotschaften. Der Chemiecocktail in der Hausluft enthielt auch PCP aus den Holzbalken. Und in den Wänden hinter den Paneelen blühte der Schimmel, weil die Außenhaut des Hauses undicht war. Eine Sanierung, rieten Baufachleute, sei unter diesen Umständen unmöglich. Am Ende blieb nur der Abriss. Geld weg, Haus weg. Stattdessen Schulden und kein Dach über dem Kopf. Doch was als traurige Geschichte enden könnte, bekam eine neue Wendung. Die Nachbarn rückten zusammen, machten Räume in ihrem Haus für die fünfköpfige Familie frei. Ein Bauunternehmer fand noch ein paar Wochen Zeit für einen schnellen Wiederaufbau. Selbst die Bank, die einst das vergiftete Haus vertrieben hatte, war zu einem neuen Kredit bereit. 70 000 Euro, so viel haben die Brünickes nun, um auf einer kahlen Bodenplatte ihr neues Zuhause zu errichten. Viel Eigenarbeit, von ihnen und den hilfsbereiten Nachbarn und Baufirmen ist nötig, um damit zurecht zu kommen. Der Abriss klappte bereits. Eine Woche hatten sie Zeit, in vier Tagen war alles erledigt. Freiwillige Helfer aus der Umgebung zerlegten das alte Haus in seine Bestandteile, überwiegend Sondermüll. Am vergangenen Wochenende feierten sie die gelungene Solidaritätsaktion mit einer Abrissparty, mit Spenden vom örtlichen Supermarkt. Im Herbst soll das neue Haus stehen".


Hier noch eine Auswahl häufiger wohnraumbedingter Befindlichkeitsstörungen:

  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Schleimhautreizungen
  • Allergien - Asthma, Neurodermitis
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Müdigkeit
  • brennende Augen
  • Reizung der Atemwege
  • erhöhte Anfälligkeit gegen Erkältungskrankheiten

Allergieauslösend wirken Wohn- und Umweltgifte. Allegiesymptome können sein:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit, Unwohlsein
  • chronische Hals- und Nasennebenhöhlenentzündung
  • trockene Schleimhäute
  • Augenrötung und – brennen
  • Schwindelgefühl
  • Benommenheit
  • Konzentrationsstörungen und Erschöpfungszustände
  • Depressionen, psychische Erschöpfung

Eine Metallallergie kann folgende Symptome auslösen:

  • Hautrötung
  • Juckreiz
  • Ekzeme

Die Staubmilbe und ihre Stoffwechselprodukte können folgende Reaktionen auslösen:

  • chronischer Schnupfen
  • Niesanfälle
  • geschwollene Schleimhäute
  • Kopfschmerzen 
  • Bronchitis, Asthma
  • Ekzeme

Ob diese Einflüsse Ihre Gesundheit beeinflussen, kann nur im Zusammenhang mit einer ärztlichen Diagnose beurteilt werden. Insofern wird bei vorliegenden Symptomen eine Zusammenarbeit zwischen dem Bauberater kdR und dem behandelden Arzt (ggf. auch Zahnarzt) gewünscht. Dies wird insbesondere bei MCS-Patienten notwendig, da Ihr Krankheitsbild vielschichtig ist.
  
Erläuterung: Die Multiple – Chemikalien - Sensitivität (MCS) ist ein neuzeitliches Krankheitsbild und ihre Entstehung hängt eng mit dem häuslichen Umfeld zusammen. Nach amerikanischen Untersuchungen sollen bis zu 15% der Bevölkerung eine besondere chemische Sensitivität aufweisen.
 

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