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Chemische Belastungen Drucken E-Mail
Es finden sich immer häufiger Schadstoffe aus chemischen Belastungen in der Raumluft von Wohnungen. Diese können entstehen durch: Möbel- und Inenneinrichtungen, Bodenbeläge (Textil, PVC), Farben und Lacke, Hausstaub, etc.

Nach ihren Eigenschaften sind die Schadstoffe, die aus diesen Quellen stammen können unterschiedlich zu bewerten. Als FOV (flüchtige organische Verbindungen), auch VOC (volatile organic compounds) genannt, verbreiten sich als Gas und damit bevorzugt über die Lunge. Die niedrigsiedenden Lösemittel, die (etwa aus Lacken) relativ schnell verdunsten und nur kurz die Raumluft belasten, sind durch verstärktes Lüften nach wenigen Tagen entfernt. Hochsiedende Substanzen (SVOC = schwerflüchtige organische Verbindungen), wie etwa Weichmacher werden dagegen nur langsam abgegeben (somit ist deren aktuelle Konzentration auch geringer), aber durch Bindung an anderen Oberflächen oder an Hausstaub, kann eine jahrelange Wirkung auftreten und die Zuordnung zur Schadstoffquelle verdeckt sein. Die "biologischen" Schadquellen aus Schimmelbefall oder Hausstaubmilben wirken durch deren Stoffwechselprodukte. Diese Toxine sind sowohl gasförmig über den Wirkungspfad Lunge, als auch an Partikel gebunden über Hautkontakt wirksam. Das Beispiel des sogenannten "Fogging"-Effektes, auch "Klebefilm"-Effekt, belegt gerade, wie komplex die durch Raumluft bedingten Belastungen und Belästigungen sein können. Schäden für die Gesundheit und Lebensqualität entstehen, wenn bestimmte Konzentrationen erreicht oder überschritten werden, wodurch das Gefahrenpotential der Einzelsubstanz nur schwer abzuschätzen ist. Auch das Zusammenwirken von Schadstoffkombinationen oder genetische Voraussetzungen könne eine erhöhte Empfindlichkeit bedingen. Bereits sensibilisierte Personen reagieren empfindlich bis kritisch. Besteht bereits eine Allergie können schon geringe Einflüsse verheerend wirken. 

Chemische Belastungsquellen sind:

  • Holzschutzmittel (Holzbauteile ab 60er Jahre)
  • Lösemittel (Kleber, Farben, Teppiche usw.)
  • PAKs (Parkettkleber)
  • Asbest (Dämmstoffe, Dachmaterialien)
  • Hilfsstoffe (Additive)

Toxische Stoffe aus Holzschutzmittel, Spanplatten, Kunststoffen etc. :

  • Pentachlorphenol
  • Lindan
  • Pyrethroide
  • Lösemittel
  • Weichmacher
  • Formaldehyd

Unbekannte Additive:

  • Kunststoffanteile und Weichmacher Konservierer
  • Plastifizierer, Entschäumer, Verzögerer
  • Luftporenbildner, Filmbildner, Emulgatoren
  • Styrole, Formaldehyd, PAKs Fungizide, Herbizide, Insektizide
  • Flammschutzmittel
  • organische Salz- und Metallverbindungen
  • Lösemittel Aromate und Duftstoffe usw.

Unbekannte Inhaltstoffe in Reinigungs- und Pflegemitteln

Eine typische "Altlast" sind PAK-Belastung durch teerhaltige Parkettkleber

Diese Kleber waren in den 50-er Jahren Stand der Technik und sind daher überall eingesetzt worden.  Je nach dem Zustand des Parketts kommen bei der heutigen erforderlichen Renovierung verschiedene Maßnahmen zur Anwendung. Bei starken Parkettschäden ist das vollständige Entfernen des Belages in Betracht zu ziehen. Der verbleibende teerhaltige Kleber sollte unter umfangreichen Arbeitsschutzmaßnahmen mit entfernt werden.


Sensibilisierte Menschen sollten sich daher unbedingt vor einer Renovierung oder dem Kauf einer bestehenden Immobilie eine fachkundige Beratung einholen!

 

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